§ 207a StGB - Pornografische Darstellungen Minderjähriger

(1) Wer eine pornographische Darstellung einer minderjährigen Person (Abs. 4)
1. herstellt oder
2. zum Zweck der Verbreitung einführt, befördert oder ausführt oder
3. einem anderen anbietet, verschafft, überlässt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

(2) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren ist zu bestrafen, wer die Tat gewerbsmäßig begeht. Mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren ist zu bestrafen, wer die Tat als Mitglied einer kriminellen Vereinigung oder so begeht, dass sie einen besonders schweren Nachteil der minderjährigen Person zur Folge hat; ebenso ist zu bestrafen, wer eine pornographische Darstellung einer minderjährigen Person (Abs. 4) unter Anwendung schwerer Gewalt herstellt oder bei der Herstellung das Leben der dargestellten minderjährigen Person vorsätzlich oder grob fahrlässig gefährdet.

(3) Wer sich eine pornographische Darstellung einer mündigen minderjährigen Person (Abs. 4 Z 3 und 4) verschafft oder eine solche besitzt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen. Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren ist zu bestrafen, wer sich eine pornographische Darstellung einer unmündigen Person (Abs. 4) verschafft oder eine solche besitzt.

(4) Pornographische Darstellungen Minderjähriger sind
1. wirklichkeitsnahe Abbildungen einer geschlechtlichen Handlung an einer unmündigen Person oder einer unmündigen Person an sich selbst, an einer anderen Person oder mit einem Tier,
2. wirklichkeitsnahe Abbildungen eines Geschehens mit einer unmündigen Person, dessen Betrachtung nach den Umständen den Eindruck vermittelt, dass es sich dabei um eine geschlechtliche Handlung an der unmündigen Person oder der unmündigen Person an sich selbst, an einer anderen Person oder mit einem Tier handelt,
3. wirklichkeitsnahe Abbildungen
a) einer geschlechtlichen Handlung im Sinne der Z 1 oder eines Geschehens im Sinne der Z 2, jedoch mit mündigen Minderjährigen, oder
b) der Genitalien oder der Schamgegend Minderjähriger, soweit es sich um reißerisch verzerrte, auf sich selbst reduzierte und von anderen Lebensäußerungen losgelöste Abbildungen handelt, die der sexuellen Erregung des Betrachters dienen;

4. bildliche Darstellungen, deren Betrachtung - zufolge Veränderung einer Abbildung oder ohne Verwendung einer solchen - nach den Umständen den Eindruck vermittelt, es handle sich um eine Abbildung nach den Z 1 bis 3.

(5) Nach Abs. 1 Z 1 und Abs. 3 ist nicht zu bestrafen, wer
1. eine pornographische Darstellung einer mündigen minderjährigen Person mit deren Einwilligung und zu deren eigenem Gebrauch herstellt oder besitzt oder
2. eine pornographische Darstellung einer mündigen minderjährigen Person nach Abs. 4 Z 4 zu seinem eigenen Gebrauch herstellt oder besitzt, sofern mit der Tat keine Gefahr der Verbreitung der Darstellung verbunden ist.

 

 

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Child Pornography

In recent years child pornography has often been a subject of discussions around the internet. This has prompted several critics to demonise this new type of media. Today's situation proves that this is not the case, as the internet has successfully found its way to universities, offices, schools and families, as well as to any other parts of daily life. However, especially pictures showing child molestation on the internet have affected many people.

The legal basis regarding child pornography is § 207a StGB (Austrian penal code), which has been enacted since 1st May 2004 as amended.

But not everything that seems to be child pornography fulfils the elements of a crime according to the Austria Penalty Act.

Child pornography consists of pictures showing minors involved in sexual intercourse. Persons under the age of 18 are minors, while persons under the age of 14 are also politically immature. Pornographic material is usually presented by photographs and films. Other illustrations like drawings, paintings, comics or montages are grey areas. In these cases it is not instantly possible to verify the authenticity of the picture. The decisive factor is that the beholder must have the impression that a sexual intercourse with minors actually takes place. Texts describing the sexual intercourse with children are not criminal in terms of child pornography but possibly with regard to other legal regulations.

According to § 207a StGB (penal code) child pornography is defined by sexual intercourse with or by focussing the genitals of minors. Photos of undressed children or nudist beaches are not subject to child pornography.

If a picture is subject to child pornography, any activity in connection with this is illegal: producing, offering, acquiring, possessing or dealing with child pornography, also import, transport and export – except the regulations according to § 207 a para. 5 StGB (penal code).

It must also be stated that this graphical material represents elements of crime that are liable to prosecution only by the police and by the public prosecutor’s office. Thus, it must be implicitly advised against selective internet investigations by users. Even if the user’s intentions are good (e.g. for making a report to the Stopline), he might incur a penalty.